Für eure Erinnerungen
Moment, so war das nicht
Die Familie kennt die Geschichte auswendig. Opa kennt die Stellen, an denen wir sie jedes Mal falsch erzählen.
Du bringst die Menschen, Bilder und Erinnerungen mit. Daraus entsteht Schritt für Schritt euer persönlicher Film.
Diesen Film planenDeine Geschichte wartet schon im Planer
01
Die Geschichte
Fotokarten und sieben gut gemeinte Familienversionen geben dem Großvater Raum für Reihenfolge, Gegenbelege und ein ehrliches ‚weiß ich nicht mehr‘.
Alle erzählen diese Geschichte – meistens falsch. Der Großvater hört zu, lacht, streicht aus und lässt auch ein ehrliches ‚Das weiß ich nicht mehr‘ stehen. Sein Wissen wird nicht romantisiert; seine Version bekommt einfach Vorrang vor der Familienlegende.
02
Acht Szenen für eure Geschichte
Die beliebte Version
Ein Familienmitglied erzählt den bestätigten Anfang kurz und freundlich.
- Was du dafür sammelst
- Eine von ihm freigegebene Familienerinnerung
- So wird der Moment lebendig
- „Die beliebte Version“ beginnt mit dem konkret beschriebenen Bild; vorhandener Originalton bleibt hörbar.
- So könnte es erzählt werden
- „Wir sagen immer, dass du an diesem Morgen zu spät kamst. Da hebst du schon die Augenbraue.“
- Was dieser Moment trägt
- Die beliebte Version
Seine erste Korrektur
Der Großvater verschiebt eine leere Fotokarte in die richtige Reihenfolge.
- Was du dafür sammelst
- Bis zu sieben freiwillige kurze Familienversionen
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Seine erste Korrektur“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „Ich war nicht zu spät. Ihr wart am falschen Eingang – das ist ein wichtiger Unterschied.“
- Was dieser Moment trägt
- Seine erste Korrektur
Das falsche Wetter
Ein echtes Bild bleibt ohne künstliche Wetteränderung stehen.
- Was du dafür sammelst
- Seine eigenen Korrekturen
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Das falsche Wetter“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „Von Regen erzählt ihr erst seit ein paar Jahren. Auf dem Foto tragen wir alle Sonnenbrillen.“
- Was dieser Moment trägt
- Das falsche Wetter
Der Satz, den niemand sagte
Eine zugeschriebene Pointe wird sichtbar gestrichen, ohne jemanden bloßzustellen.
- Was du dafür sammelst
- Eigene Bilder nur mit geklärtem Kontext
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Der Satz, den niemand sagte“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „Dieser schöne Satz stammt nicht von mir. Vermutlich hat ihn jemand später dazugesetzt.“
- Was dieser Moment trägt
- Der Satz, den niemand sagte
Was er nicht mehr weiß
Eine Lücke bleibt als ruhiger Originalton erhalten.
- Was du dafür sammelst
- Eine von ihm freigegebene Familienerinnerung
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Was er nicht mehr weiß“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „Wer zuerst angerufen hat, weiß ich nicht mehr. Das erfinde ich für einen besseren Film nicht.“
- Was dieser Moment trägt
- Was er nicht mehr weiß
Das kleine echte Detail
Ein bestätigter Gegenstand holt seine konkrete Erinnerung zurück.
- Was du dafür sammelst
- Bis zu sieben freiwillige kurze Familienversionen
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Das kleine echte Detail“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „An [GEGENSTAND] erinnere ich mich genau, weil wir ihn danach überall gesucht haben.“
- Was dieser Moment trägt
- Das kleine echte Detail
Warum alle anders erzählen
Familie und Großvater vergleichen ihre Perspektiven ohne Gewinnerpose.
- Was du dafür sammelst
- Seine eigenen Korrekturen
- So wird der Moment lebendig
- Bei „Warum alle anders erzählen“ werden nur Bewegungen aus freigegebenem Material genutzt; Gesichter und Stimmen werden nicht umgedeutet.
- So könnte es erzählt werden
- „Ihr habt euch die aufregenden Stellen gemerkt. Ich habe mir die Wartezeit davor behalten.“
- Was dieser Moment trägt
- Warum alle anders erzählen
Seine Fassung
Er ordnet die Karten abschließend und beginnt die Geschichte selbst.
- Was du dafür sammelst
- Eigene Bilder nur mit geklärtem Kontext
- So wird der Moment lebendig
- „Seine Fassung“ bleibt ohne erfundenen Ausblick stehen; die persönliche Widmung kommt von den Beteiligten.
- So könnte es erzählt werden
- „Also gut: Es fing nicht mit Verspätung an. Es fing damit an, dass wir alle am falschen Ort sehr überzeugt waren.“
- Was dieser Moment trägt
- Seine Fassung
03
Worte, die zu dieser Geschichte passen
Vom Regen erzählt ihr erst seit ein paar Jahren. Schaut auf das Foto: Wir tragen alle Sonnenbrillen.
Wir sagen immer, dass du an diesem Morgen zu spät kamst. Da hebst du schon die Augenbraue. Ich war nicht zu spät. Ihr wart am falschen Eingang – das ist ein wichtiger Unterschied. Von Regen erzählt ihr erst seit ein paar Jahren. Auf dem Foto tragen wir alle Sonnenbrillen. Dieser schöne Satz stammt nicht von mir. Vermutlich hat ihn jemand später dazugesetzt. Wer zuerst angerufen hat, weiß ich nicht mehr. Das erfinde ich für einen besseren Film nicht. An [GEGENSTAND] erinnere ich mich genau, weil wir ihn danach überall gesucht haben. Ihr habt euch die aufregenden Stellen gemerkt. Ich habe mir die Wartezeit davor behalten. Also gut: Es fing nicht mit Verspätung an. Es fing damit an, dass wir alle am falschen Ort sehr überzeugt waren.
04
Ein Stück eurer Geschichte zum Aufbewahren
Dein Geschenk zum Film
Die Erinnerungen aus dem Film werden auch zu einer bleibenden, ausdruckbaren Geschichte. Die gemeinsame Geschichte wird darin persönlich weitererzählt – mit euren Namen, euren Erinnerungen, eigener Widmung und Platz für deine Unterschrift.
Wähle, was du zusammen mit dem Film überreichen möchtest
05
Das bringst du mit
- Eine von ihm freigegebene Familienerinnerung
- Bis zu sieben freiwillige kurze Familienversionen
- Seine eigenen Korrekturen
- Eigene Bilder nur mit geklärtem Kontext
- freigegebenes Schlussbild
- eigene oder nachweislich lizenzierte Musik
Damit es wirklich persönlich wird
- Welcher gemeinsame Moment darf auf keinen Fall fehlen?
- Wer möchte mit einem Foto, Clip oder eigenen Worten dabei sein?
- Welche Orte, Dinge oder Rituale gehören unverwechselbar zu euch?
- Was ist privat und soll im Film nicht erscheinen?
- Welche Botschaft soll im wichtigsten Moment zu hören sein?
- Mit welchem Bild möchtest du den Film verschenken?


